Die Chronik des Landhauses Schmittental!

Die Ortschaft "Schmidten" sie liegt in einem Thale, das westlich vom Markte Zell bis zu einem Berg, den man Schmidtnerhöhe nennt, hinzieht, mit 19 Hausnummern. Die Häuser liegen isoliert teils an dem daran stoßenden Berge auf der Sonnenseite, teils in der Talebene. Diese Ortschaft, in welcher auf der Schmidtnerhöhe der Schmidtnerbach entspringt, hat wie der Markt Zell - durch seine angerichtete Verwüstung sehr vieles erlitten. In dieser Ortschaft befindet sich eine Lattensäge und eine "Lodenwalke". Die Beschreibung stammt aus dem Jahre 1855 und die erwähnte "Lodenwalke" oder auch Walchstampf genannt, befand sich auf dem Areal des heutigen "Landhaus Schmittental" - neben dem Schmittenbach.

Zur Herstellung der Bekleidung und Tracht wurden seit jeher nur bodenständige Produkte verwendet: Schafwolle, Flachs und Leder. Dazu gehören der Loden, das grobe Leinen (das rupferne Tuach), das feine Leinen (das haberne Tuach) und der Roß, ein Gemisch aus Schafwolle und Leinen. Die Walchstampf in der Schmidten geht bis ins Jahr 1571 zurück, der Zeller Sagmeister Thomas Peuntner hat zu seinem "Hausstättl und Gärtl" auch die Gerechtigkeit einer Walchstampf käuflich erworben. Die folgenden Generationen erzeugten einen guten schwarzen Loden, der weitherum gesucht und gelobt wurde. Als das aufstrebende Textilgewerbe den Markt mit feinen Stoffen versorgte, verringerte sich die Nachfrage nach dem groben Loden. Das führte auch angeblich zum Rückgang der Schafhaltung, doch gab es nach dem "Konskriptionsausweise" vom Jahre 1851 alleine im Pinzgau 37.320 Stück, meist ganz schwarze Schafe und man scherte zweimal, hie und da auch dreimal. Bereits 10 Jahre später zählte man sogar 43.282 Schafe. Diese Lodenbekleidung war ehdem bei Dienstboten stark im Gebrauch, und auch ganz zu ihren Beschäftigungen geeignet, war von langer Dauer und schützte vor Regen und Kälte.

Die "Stampf" oder Lodenwalche stellte 1896 den Betrieb ein, der letzte Lodenwalker war Anton Holzer, und so hat sich ein Gewerbe an einem Platz über 320 Jahre erhalten. Die urkundlichen Aufzeichnungen, Kaufverträge und Steuereintragungen zeigen eine lückenlose Besitzfolge auf, daraus geht auch hervor, dass bei Besitzerwechsel die Lodenwalke immer wieder in die Hände einheimischer Bauern gelangte. Oft hatten diese Menschen einen harten Kampf gegen die Naturgewalten zu bestehen. Der Schmittenbach, der erst in den Jahren 1886 bis 1894 verbaut wurde, richtete sehr oft großen Schaden an, betroffen war auch die oberhalb stehende Saag (Sägewerk).
Altbürgermeister Leopold Sterzinger kaufte 1897 das Sagmeisterhaus mit Säge und Walchstampf und erbaute im Jahre 1900/01 die "Villa Schmittental". Familie Freismuth-Kolig kaufte das "Landhaus Schmittental" im Jahre 1912 und führte es ab diesem Jahr als "Sommerfrische" für die ersten Gäste der Stadt und war in der Schmittenstrasse das "1. Haus am Platz", als im Auftrag von Kaiser Franz und Kaiserin Sissy die Schmittenhöhebahn erbaut und im Jahre 1928 eingeweiht wurde. Familie Kolig war genau 100 Jahre im Besitz, die an diesem Platz in den Jahren 1940 bis 1964 auch noch eine Kohlenhandlung betrieben hat. Als nächster Generationenwechsel kam 1982 die Familie Weissenbacher, vorerst 30 Jahre (bis 2012) als Pächter, dann als Eigentümer der Pension, um jedoch bereits 1985 als öffentlicher Gasthof mit gutbürgerlicher Küche, auch für die Gäste der umliegenden Pensionen eine gute Einkehr zu bieten. Und wieder hat nun das Landhaus Schmittental im Jahre 2017 das große Glück, mit fleißigen und der Tradition nach einheimischen Gastronomen, der Familie Katrin Hirschbichler & Rudi Eder der langjährigen Betreiberriege ein weiteres Kapitel zu schreiben.

Es möge weiterhin der gute Geist in diesem Traditionshaus wohnen!

Kontakt

Schmittental GmbH
Katrin Hirschbichler & Rudi Eder
Schmittenstraße 60
A-5700 Zell am See

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